Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Analyse und weiterer Forschungsbedarf der GVO Risikoforschung

FKZ:

3515 89 0200

Laufzeit:

01.12.2016 - 31.03.2017

Problemstellung und Ziel:

2010 wurden langjährige Forschungs- und Förderprogramme der EU und des BMBF zur Risiko- und Sicherheitsforschung zu GVP beendet. Laut BMBF lieferten die geförderten Forschungsprojekte bisher keine wissenschaftlichen Belege für ökologische Schäden durch die Nutzung transgener Pflanzen.

Unklar ist dabei die Belastbarkeit dieser Aussage, d.h. auf welcher Datenbasis die Schlussfolgerungen beruhen und welche Aspekte der Umweltrisikobewertung transgener Pflanzen bislang berücksichtigt wurden. Das aktuelle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben soll eine detaillierte, qualitative Analyse der Sicherheitsforschung liefern und diese in den Kontext der Vorgaben der EU-Risikoprüfung (Vorgaben nach der Richtlinie 2001/18/EG und der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003) stellen.

Dazu soll untersucht werden,

  • ob und inwieweit die im Rahmen der EU und von der Bundesregierung geförderten Projekte und ihre Fragestellungen geeignet waren, ökologische Auswirkungen transgenen Pflanzen auf Natur und Umwelt zu ermittelt und
  • welcher Bedarf für eine ökologische Risikoforschung transgener Pflanzen weiterhin besteht.

Definition der ökologischen Risikoforschung:

Ökologische Risikoforschung transgener Pflanzen wird hier definiert als Forschung, die

  • komplexe Wirkungszusammenhänge und längerfristige Auswirkungen von transgenen Organismen auf Natur und Umwelt ermittelt,
  • dazu beiträgt, den Einfluss transgener Pflanzen und ihrer Anbaupraxis auf die Biodiversität und auf Ökosystemleistungen zu untersuchen,
  • sich mit dem Monitoring der oben genannten Umwelteffekte beschäftigt.

Arbeitsschritte:

Im ersten Arbeitsschritt soll die Sicherheitsforschung der Bundesregierung zu GVP analysiert werden, um einen Überblick über die untersuchten Fragestellungen und die Aussagekraft der erzielten Ergebnisse zu erhalten und bestehende Wissenslücken zu identifizieren. Zur Recherche der Projekte und Berichte der BMBF Sicherheitsforschung sollten u.a. die Projektdatenbank (biosicherheit.de) und die Abschlussberichte der Vorhaben (zugänglich über das  Leibniz-Informationszentrum TIB) herangezogen werden.

Im zweiten Arbeitsschritt ist zu recherchieren und darzustellen, ob die im Arbeitsschritt I identifizierten Wissenslücken über entsprechende Forschungsprogramme der EU oder internationale Programme untersucht wurden.

Aus der Analyse soll erkennbar werden, wie die Risikobewertung von GVP fortentwickelt und ihre wissenschaftlichen Grundlagen verbessert werden können.

Forschungsnehmer:

Umweltbundesamt GmbH
Splittelauer Lände 5
A-1090 Wien
Österreich

Projektleitung  Dr. Andreas Heissenberger

Ansprechpartner im BfN:

 Dr. Wolfram Reichenbecher,  Hanka Teichmann, FG II.3.3

Letzte Änderung: 09.08.2017

 Artikel drucken