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"Fachgutachten Bundeskonzept Grüne Infrastruktur"


Das Foto zeigt einen Ausschnitt der naturnahen Landschaft im Nationalpark Müritz mit einem See mit Schilfgürtel und einer Kulisse von Erlenbruchwäldern.

Das F+E -Vorhaben "Fachgutachten Bundeskonzept Grüne Infrastruktur" hat das BKGI vorbereitet. Die Ergebnisse des F+E -Vorhabens unterscheiden sich hinsichtlich Gliederung und Vertiefung einzelner Themen vom BKGI.

Veröffentlichung

Das Bild zeigt die Titelseite vom BfN-Skript 457

Heiland, S., Mengel, A., Hänel, K., Geiger, B., Arndt, P., Reppin, N., Werle, V., Hokema, D., Hehn, C., Mertelmeyer, L., Burghardt, R. und Opitz, S. (2017)

Bundeskonzept Grüne Infrastruktur - Fachgutachten

Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.), BfN Skripten 457, 279 Seiten, Bonn 2017.  

 Skript 457, pdf-Datei (15 MB

Bezug über Bundesamt für Naturschutz, Außenstelle Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 143, D-04277 Leipzig.

Inhalte

Aufgabe des F+E -Vorhabens war es, das BKGI fachlich-inhaltlich einschließlich der Daten vorzubereiten. Auf der Basis des BNatSchG, der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt sowie der Analyse aktueller raumrelevanter Entwicklungen wurden zunächst bundesrelevante Aufgabenfelder identifiziert:


  • Arten und Lebensräume,
  • Biotopverbund und Schutzgebietsnetz,
  • Wildnisgebiete,
  • Landschaft (inklusive landschaftsbezogene Erholung),
  • Bodenschutz,
  • Flächeninanspruchnahme und Landschaftszerschneidung,
  • Wasser (Binnengewässer, Grundwasser, Auenzustand, Hochwasserschutz),
  • Meeresschutz,
  • Geländeklima.

Das Foto zeigt ein nach Torfabbau in Renaturierung befindliches Hochmoor mit wieder fast geschlossener Hochmoorvegetation
Auf dem Foto sind zwei Frauen zu sehen, die in der winterlichen Landschaft vor der Bergkulisse des Wettersteingebirges wandern.

Demnach erfordern die Vorgaben des BNatSchG sowie die Anforderungen an eine „funktionierende“ grüne Infrastruktur die flächendeckende Betrachtung aller Naturgüter sowie deren Bedeutung für die Sicherung der Vielfalt von Natur und Landschaft, ihrer materiellen sowie ihrer immateriellen Funktionen auch im Zusammenhang mit dem Wahrnehmen und Erleben von Natur und Landschaft.

Zur Erhaltung und Entwicklung der grünen Infrastruktur in Deutschland werden im Forschungsvorhaben daher sowohl raumbezogene als auch programmatische Aussagen getroffen, die folgende Aspekte umfassen:


  • Zieldimension 1 = die natürliche und landschaftliche Vielfalt: Von Bedeutung sind vor allem bundesweit gefährdete Vorkommen und/oder solche, die von Natur aus einen begrenzten räumlichen Schwerpunkt haben.
  • Zieldimension 2 = die materiellen Funktionen von Natur und Landschaft: Eine besondere Aufmerksamkeit liegt hierbei bei der der natürlichen Fruchtbarkeit von Böden (Erzeugung von Lebensmitteln), Schutz von Böden, der Sicherstellung der Grundwasserneubildung sowie der Speicher- und Senkenfunktion für Treibhausgase (Böden, Wälder, Grünland).
  • Zieldimension 3 = das Wahrnehmen und Erleben von Natur und Landschaft: Auch hier konzentriert sich das BKGI auf Vorkommen von bundesweiter Relevanz.


Die Ergebnisse des F+E -Vorhabens sind in das BKGI eingeflossen.

Bearbeitung:

Technische Universität Berlin
Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung
Prof. Dr. Stefan Heiland, Bettina Geiger, Philipp Arndt, Dr.-Ing. Dorothea Hokema, Claudia Hehn

Universität Kassel
Fachgebiet Landschaftsentwicklung/Umwelt- und Planungsrecht
Prof. Dr.-Ing. Dr. iur. Andreas Mengel, Nicole Reppin, Linda Mertelmeyer

Universität Kassel
Fachgebiet Landschafts- und Vegetationsökologie
Prof. Dr. Gert Rosenthal, 
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Kersten Hänel, Verena Werle

Beratend:
Hochschule Geisenheim
Bereich Naturschutz und Umweltprüfung
Prof. Klaus Werk

Kartensatz

Die folgenden Karten stellen wir Ihnen auf Anfrage per  E-Mail über unseren Downloadserver zur Verfügung.


  • 2.1-1: Lebensraumnetze, Achsen/Korridore, I. Trockenlebensräume
  • 2.1-1: Lebensraumnetze, Achsen/Korridore, II. Feuchtlebensräume und Fließgewässer
  • 2.1-1: Lebensraumnetze, Achsen/Korridore, III. Waldlebensräume (naturnah)
  • 2.1-1: Lebensraumnetze, Achsen/Korridore, IV. Großsäuger („allgemeiner Waldverbund“)
  • 2.1-2: Flächen für den Biotopverbund – Offenland
  • 2.1-3: Flächen für den Biotopverbund – Wald
  • 2.1-4: Internationale Anknüpfungspunkte
  • 2.1-5: Zusammenfassende Karte „Biotopverbund, Lebensraumnetze und Achsen/Korridore“
  • 2.1-6: Lage wichtiger Engstellen in den Lebensraumnetzwerken
  • 2.1-7: Bundesweite Darstellungen zu den Unzerschnittenen Funktionsräumen (UFR), I. Trockenlebensräume
  • 2.1-7: Bundesweite Darstellungen zu den Unzerschnittenen Funktionsräumen (UFR), II. Feuchtlebensräume
  • 2.1-7: Bundesweite Darstellungen zu den Unzerschnittenen Funktionsräumen (UFR), III. Waldlebensräume (naturnah)
  • 2.1-7: Bundesweite Darstellungen zu den Unzerschnittenen Funktionsräumen (UFR), IV. Großsäuger („allgemeiner Waldverbund“)
  • 2.1-8: Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland
  • 2.1-9: Bundesweite Verteilung der Hotspots der biologischen Vielfalt, I. der Fauna (Klasse 1)
  • 2.1-9: Bundesweite Verteilung der Hotspots der biologischen Vielfalt, II. der Flora (Klasse 1)
  • 2.1-9: Bundesweite Verteilung der Hotspots der biologischen Vielfalt, III. der Lebensraumtypen (Klasse 1)
  • 2.1-9: Bundesweite Verteilung der Hotspots der biologischen Vielfalt, IV. Gesamtbewertung (Klasse 1)
  • 2.1-11: Schutzgebiete in Deutschland
  • 2.1-13: Zusammenfassende Karte „Biologische Vielfalt“
  • 3.2-1: Moorböden in Deutschland
  • 3.3-2: Mittlere jährliche klimatische Wasserbilanz (1981-2010)
  • 5.1-2: Raumordnung in der deutschen AWZ
  • 5.1-3: Schutzgebiete in der deutschen AWZ und Küstengewässern
  • 5.3-1: Räumliche Abgrenzung der Flussauen (Altauen – dunkelblau, rezente Auen – hellblau)
  • 5.3-2: Auenzustand
  • 5.3-3: Verlust von Überschwemmungsflächen
  • 5.3-4: Habitatindex der rezenten Flussauen
  • 5.3-5: Retentionsverlust der rezenten Flussauen
  • 6-1: Integrierte Betrachtung: Flächen mit bundesweiter Bedeutung für die Grüne Infrastruktur

Kontakt

Für weitere Fragen

Florian Mayer

Jens Schiller

 FG II 4.1

Letzte Änderung: 16.08.2017

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