Bundesamt für Naturschutz

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Das BKGI als Fachkonzept des BfN


Das Foto zeigt den Küstenstreifen mit Dünen, Sandbänken und den Uferbereich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft auf dem Darß. In der Bildmitte ist das Nationalparkschild zu sehen.

Zu den Inhalten des BKGI

Ziel des BKGI ist neben der Umsetzung des  EU-Konzepts zur grünen Infrastruktur auf nationaler Ebene die Konkretisierung der  Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) sowie „Orientierung“ für die Planung Dritter. Es werden Schwerpunktaufgaben und -räume des Naturschutzes ermittelt und Hinweise zur vorbildhaften Umsetzung naturschutzfachlicher Ziele auf Bundesebene gegeben.

Die grüne Infrastruktur in Deutschland umfasst folgende Bestandteile:


  • Flächen mit bundesweiter Bedeutung für die biologische Vielfalt (Nationalparke, Natura 2000-Gebiete, Naturschutzgebiete, Nationale Naturmonumente, Lebensraumnetze (Kernräume) der Feucht-, Trocken- und naturnahen Waldlebensräume, RAMSAR-, HELCOM- und OSPAR-Schutzgebiete, Biosphärenreservate (Kern- und Pflegezonen), Fördergebiete der Naturschutzgroßprojekte.
  • national bedeutsame Achsen/Korridore für den Biotopverbund (Feucht-, Trocken- und naturnahe Waldlebensräume, Großsäuger),
  • Moore aufgrund ihrer Bedeutung für den Klimaschutz und als Böden für die Kohlenstoffspeicherung,
  • Natura 2000-Gebiete in der AWZ,
  • Rezente Auen und Altauen.

Die Karte stellt die Flächen und Elemente mit bundesweiter Bedeutung für die Grüne Infrastruktur dar. Es ist eine Zusammenstellung der betrachteten Bestandteile einer Grünen Infrastruktur, die auch in Kapitel B 3 des BKGI genannt werden.
Farblich hervorgehoben sind neben Nationalparks, Naturschutzgebieten und Natura 2000-Gebieten die Ramsargebiete und Biosphärenreservate sowie die Fördergebietsflächen der Naturschutzgroßprojekte, OSPAR-HELCOM-Schutzgebiete, der Biotopverbund für Offenland und Wald und die Kernräume der Lebensraumnetzwerke.
Ebenfalls eingezeichnet sind die national bedeutsamen Achsen und Korridore für den Biotopverbund von Trocken-, Feucht- und naturnahen Waldlebensräumen sowie diejenigen für Großsäuger.
Des Weiteren ist der Karte zu entnehmen, wo sich Moore befinden, die eine hohe potenzielle Bedeutung für den Lebensraum, Vielfalt und den Klimaschutz besitzen, und wo rezente Auen und Altauen verlaufen.

Zwar existieren für den Umgang mit natürlichen Ressourcen bereits unterschiedliche Daten und Informationen auf verschiedenen Ebenen. Allerdings war es bisher notwendig, die Datengrundlagen für die jeweiligen Akteure aus vielen Quellen aufwendig zusammenzutragen. Mit dem BKGI wird dies nun effizienter gestaltet und den Anwendern eine Hilfestellung für die verschiedenen Aufgabenfelder angeboten.

Themen, mit denen sich das BKGI beschäftigt, haben dabei grundsätzlich eine Bundesrelevanz inne. Dazu gehören solche mit bundesweitem Koordinationsbedarf wie zum Beispiel die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“, die EU-Biodiversitätsstrategie, Förderprogramme wie das „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ oder länder- bzw. staatenübergreifende Ziele und Maßnahmen in Meeren sowie der Biotopverbund.

Mit dem BKGI wird ein räumliches Konzept des Naturschutzes vorgelegt, das Flächen und Räume von bundesweiter Bedeutung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt sowie einzelner Ökosystemleistungen aufzeigt. In Entwicklung befindliche Fachkonzepte – wie beispielsweise die Ermittlung bundesweit bedeutsamer Landschaften für das Natur- und Kulturerbe, das Bundesprogramm Blaues Band oder der Nationale Aktionsplan Schutzgebiete – werden dem BKGI nach und nach zugeführt.

Allgemein soll grüne Infrastruktur Schutz und Erhalt von Ökosystemen und deren Leistungen verbessern. Schutzgebiete sowie Flächen des Nationalen Naturerbes stellen hierbei das Rückgrat der grünen Infrastruktur dar. Dazu kommen spezifische Räume und Funktionen wie etwa Flussauen, die Meeresumwelt oder auch einzelne Böden. Da in städtischen Räumen die Natur unter besonderen Herausforderungen steht, ist auch Stadtnatur als Teil grüner Infrastruktur für den Menschen besonders wichtig.

Kontakt

Für weitere Fragen:

Florian Mayer

Jens Schiller

 FG II 4.1

Letzte Änderung: 22.03.2017

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