Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutz und Bundeswasserstraßen


Die Bundeswasserstraßen umfassen Binnenwasserstraßen und Seewasserstraßen. Aus Naturschutzsicht ist bei den Binnenwasserstraßen zwischen Flüssen und Kanälen (z.B. Nord-Ostsee-Kanal, Mittellandkanal, Elbeseitenkanal) zu unterscheiden. Insgesamt erstrecken sich die Binnenwasserstraßen auf einer Gesamtlänge von ca. 7.400 km, wovon ca. 1.700 km Kanäle darstellen (WSV 2007). Zum Vergleich: Das gesamte Gewässernetz in Deutschland ersteckt sich auf eine Länge von ca. 400.000 km.

Mögliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft

Alle großen und selbst einige kleinere Flüsse Deutschlands (z.B. Aller, Lahn und Fulda) sind als Bundeswasserstraßen ausgewiesen. Dies geht zum Teil auf jahrhundertelange Tradition zurück. Auch wenn die Güterschifffahrt auf einigen dieser Flüsse nicht mehr ausgeübt wird, verbleiben infolge des Ausbaus meist nachhaltige Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft. Da die Fließgewässersysteme in Deutschland hinsichtlich ihrer jeweiligen ökologischen Charakteristika sehr unterschiedlich sind, können die gleichen verkehrsbaulichen Maßnahmen in verschiedenen Gewässer-Auenökosystemen unterschiedliche Wirkungen zur Folge haben.

Herrichtung und Betrieb der Flüsse als Wasserstraße bewirken Veränderungen der Gewässerbettgestalt z. B. bei Laufbegradigun